Die wunderbaren Reisen des Reiselustigen

Schweden – Angeln (Montag)

Heute ging’s wieder raus auf dem See um die Fische zu reizen. Und tatsächlich. Es gelang mir zunächst einen ansehnlichen Barsch mit meinem Wobbler zu fangen. Kurz danach fiel auch noch ein Hecht auf den Köder herein. Danach fingen wir nur noch kleinere Tiere denen wir die Chance zum Wachsen lassen wollten und sie vorsichtig von den Haken befreiten.

Heute sollte das Essen mal auf eine andere Art und Weise zubereitet werden.

Auf offenem Feuer.

Also haben wir die Feuerstelle erstmal kräftig mit Holz beschickt und ein anständiges Feuerchen gestartet. Der Fisch wurde gewürzt und in Alufolie verpackt und dann auf ein altes Grillrost, welches wir in der Garage fanden aufs Feuer gelegt. Die Damen zierten sich natürlich wieder einmal das von den Männern erlegte Fleisch zu essen. Also mussten wir uns auch noch was für die Würstchen einfallen lassen.

In der Garage gab es auch noch ein paar lange Spieße die wie dafür gemacht zu sein schienen. Also erstmal zwei Testbratwürste aufgespießt um zu sehen ob es geht und wenn ja wie lange es dauern würde.


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Schweden – Goldrausch (Sonntag)

Ja Leute es hat uns voll gepackt. Das Goldfieber. Laut einem Prospekt sollte in der Nähe von Vetlanda eine Goldmine sein, an der man auch das professionelle Goldwaschen erlernen und praktizieren könne. Nach dem Frühstück nichts wie rein ins Auto und los ging’s. An der Mine angekommen haben wir uns mit Helmen und Taschenlampen bewaffnet und sind in die Mine gegangen. Wie sich aber bald herausstellte war es keine Goldmine sondern eine Kupfermine. Naja war trotzdem ganz nett. Sogar die Halle des Bergkönigs haben wir besucht. Leider war der angekündigte Troll nicht in seinem Verlies und die Schatzkisten waren auch alle leer.

Fast in der Mitte der Minenanlage liegt ein großer See, der wohl über ein Labyrinth mit anderen Wasserstelen innerhalb des Minenkomplexes verbunden ist. Da würd ich gern mal tauchen.

Um aus der Mine herauszukommen konnten wir entweder den ganzen Weg zurückmarschieren oder über eine, so wie es aussah, kurze Treppe zu einem Ausgang der in den Wald führte. Also nahmen wir die Treppe. Aus der einen Treppe wurden dann zum Schluss 5 Treppen und mit jeder wurde es steiler, bis wir bei der letzten Treppe eine Steigung von fast 80% zu überwinden hatten.

Draußen angekommen war es richtiggehend warm. Erstens durchs Treppensteigen und zweitens weil es in der Mine doch recht frisch war.

Na egal. Jetzt wollten wir endlich an das Gold ran. Aber Nöööö. Derzeit war eine Gruppe Schweden anwesend die das gesamte Goldgräberlager in beschlag nahmen. Da wurde leider nichts aus dem Goldwaschen.

Also sind wir weiter nach Adelfors. Hier gab es ein richtiges Goldwäschercamp, wo man unter Fachkundiger Anleitung das Goldwaschen erlernt. So sind wir dann mit Sammelfläschen und Waschpfanne bewaffnet los und haben uns die erste Ladung Sand geholt. Diese wird dann in einem Vorwaschgang mit einem groben Sieb von den größten Steinen befreit. Danach setzt man sich an einen kleinen Bachlauf und beginnt mit dem Rütteln der Pfanne. Da Gold schwerer ist als der Sand werden durch das Rütteln in Verbindung mit Wasser die Nuggets langsam nach unten befordert. Dann schwenkt man die Goldgräberpfanne in einer bestimmten Technik unter Wasser und spült so die oberste Schicht des Sandes aus der Pfanne. So geht es immer weiter bis nur noch ein kleiner Teil ganz feinen Sandes in den Rillen der Goldwäscherpfanne hängen bleibt. Jetzt folgen das Feinwaschen und das Freischwemmen der Nuggets. Dabei schwenkt man die Pfanne so, dass das Wasser in einer Kreisform über den Sand spült. So hat man nach 10 bis 15 Minuten die ersten Nuggets. Die Nuggets, hier in Adelfors sind eher kleine Plättchen, werden dann in den Sammelfläschchen aufbewahrt.

Mein Schatz wurde letzten Endes dann noch zum Goldschatz. Sie hatte die größte Menge an Nuggets freigeschürft.


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Schweden – Auszeit (Samstag)

Heute hab ich mir mal eine Auszeit von allen anderen genommen. Kein Angeln, kein Boot fahren, kein spazieren gehen. Einfach mal nur faulenzen.

Am frühen Nachmittag sah ich dann wie die Frauen die halbe Werkstatt nach draußen räumten. Sie versuchten sich im Schnitzen von Holzringen. Da war’s dann mit der Ruhe vorbei. Wenn ich schon sehe wie die das Werkzeug in die Hand nehmen und dann auch noch meinen: „Nene lass mal ich kann das schon“. Oh Mein Gott.

Naja außer lesen hab ich heute nicht wirklich etwas erlebt.


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Schweden – Angeln (Mittwoch)

Heute ist es so weit. Das Boot ist im Wasser, die Angelkarte ist gekauft (100kr für 1 Woche für 2 Personen) und ich kann meine neue Angel endlich einweihen. So wie der Fischfinder gestern gepiepst hat muss es im Ödavaten See nur so wimmeln von Fischen.

Na dann mal los. Rein ins Boot und schön vorsichtig an unserem Stein vorbei. Die Angeln mit Wobblern ausgestattet und zum Schleppen in die Rutenhalter gesteckt. Danach wurde das Boot in langsamster Fahrt über den Teich gefahren.

Tatsächlich nach kurzer Zeit knarrte auch schon die Bremse der ersten Angel. Ein Hecht hatte sich den Wobbler gegriffen. Für Deutsche Maßstäbe war der Fisch allerdings etwas zu klein also wieder rein ins Wasser und weiter geschleppt.

Als wir an der anderen Seite des Sees angekommen waren und 5 kleinere Hechte später hatten wir endlich einen Hecht am Haken der sich lohnte gelandet zu werden.

Ein schönes Exemplar von mindesten 58cm Länge.

Das schien es dann aber auch gewesen zu sein mit Bissen für heute. Zu hause wurde der Fisch ausgenommen und filetiert. Danach gewürzt, in Alufolie verpackt und mit zu den Würstchen auf den Grill gepackt.

Köstlich.

Aufgrund des wahren Sauerstoffschocks ging’s auch kurz danach ins Bett.


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Schweden – Der erste Ferientag (Dienstag)

Die Mädels sind zum Brötchenholen nach Emaboda gefahren. Wir deckten schon mal den Tisch und kochten Kaffee. Nach dem Frühstück haben wir Jungs uns erstmal den Platz angesehen von wo wir das Boot zu Wasser lassen wollen. Ein paar Boote lagen noch im Weg und ich ohne Gummistiefel, da hätte ich nicht viel ausrichten können. Da sind wir wieder zurück zum Haus. Unsre Damen wollten eh noch ein paar größere Besorgungen machen und dazu nach Nybro fahren. Bei diesem Einkauf wollten Sie dann auch die fehlenden Gummistiefel mitbringen.

Während die Mädels also zum Einkaufen fuhren sind wir wieder ins „Spielzimmer“ und haben die Billardkugeln in die Taschen gestoßen. Nachdem ich wohl für meines Partners Begriffe zu gut für ihn wurde schwenkten wir um auf Dart. Da hab ich dann auch gnadenlos verloren.

Irgendwann kamen dann auch unsere Frauen wieder. Ich will die Abrechnung auf meiner Kreditkarte gar nicht erst sehen. Die bleiben immer so lange weg die zwei.

So gewandet mit den neuen Gummistiefeln wieder zum Bootsplatz. Hier musste erst noch ein Findling zur Seite gerollt werden, aber mit vereinten Kräften haben wir auch das bewältigt. Das Boot dann ins Wasser zu lassen war mehr als einfach. Dann wurde auch direkt eine Spritztour gemacht. Immer schön langsam und auf den Tiefenmesser vom Fischfinder achten. Der See ist an wenigen Stellen 5-6 Meter tief. Überwiegend jedoch maximal 3 Meter. Auf der Rückfahrt hat der Kapitän dann mal ein bisschen mehr Gas gegeben, wussten wir doch, dass wir zu 99% mehr als 2 Meter Wasser unter dem Kiel hatten. Aber dennoch an einer etwas engeren Durchfahrt zwischen zwei Inseln rummste es kurz und wir hatten auch die Sache mit dem Stein finden erledigt. Das war dann auch das 1% was uns fehlte.

Scheinbar ist aber nichts passiert. Zumindest konnten wir nach dem Anlegen keine Schäden erkennen. Na egal. Zu hause wieder angekommen, machten wir uns an die Vorbereitungen zum Abendbrot. Heute wird gegrillt. Während unserer Bootstour haben die Mädels Pilze gesammelt und diese mit den Pilzhandbüchern auf ihre Essbarkeit überprüft. Nach dem Grillen wurde noch ein paar Runden gewürfelt und dann sind wir ins Bett.


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Schweden – Die Anreise (Montag)

So, da sitze ich nun im Wohnzimmer unseres Ferienhauses mit Blick auf den Garten.

Gestern früh um 24:49 Uhr ging’s los, zunächst in Richtung Hannover und von dort aus nach Hamburg. Wir sind nicht durch den Elbtunnel gefahren, sondern über die Brücke. Von dort aus ging es in Richtung Berlin bis Puttgarden. Hier sind wir mit der Fähre übergesetzt nach Fehmarn. An der Küste von Dänemark entlang, über die Öresundbrücke und Zack waren wir in Schweden. Von der Öresundbrücke fuhren wir über die E22 bis nach Karlskrona und von dort aus in das Inland Richtung Nybro. Endlich erreichten wir dann Emmaboda. Jetzt mussten wir nur noch den See Ödavata finden an dem unser Ferienhaus liegen soll. Dank der guten Wegbeschreibung und den grandiosen Fähigkeiten unserer Navigatorin kamen wir glücklich und zufrieden am Haus an. Und uns gingen fast die Augen über vor Staunen. Das zweistöckige Haus besitzt 4 Schlafzimmer (zwei oben zwei unten) Wohnzimmer, Wintergarten, Küche/Esszimmer und eine Sauna.

 

Erstmal das Auto und das Boot ausladen und die Zimmer beziehen. Zwischendurch machten wir Jungs schon mal einen Abstecher zum See um die Fang- und Tauchmöglichkeiten zu inspizieren. Dann wurde im Wintergarten Tee getrunken und der selbstgebackene Kuchen angeschnitten. Nach der Teepause wollten die Mädels einkaufen fahren. Also sind wir auf Enddeckungsreise auf dem 6000m² Grundstück gegangen. Nachdem ich die restlichen Schlüssel zum Haus gefunden hatte konnten wir auch die anderen Gebäude besichtigen. Eine kleine Hütte, die in frühren Zeiten wohl dem Knecht als Unterkunft gedient hatte, der darunter liegendende Keller und das zweite größere Gebäude auf dem Grundstück, die Werkstatt mit Garage. Die Werkstatt, wie sollte es im Land der Holzmöbel anders sein, ist mit einer guten Auswahl an Schreinerwerkzeugen ausgestattet. Daneben liegt die Garage mit Fahrrädern und zwei Kanus. Die obere Etage ist noch nicht ganz fertig ausgebaut, aber dennoch stehen schon ein Billardtisch und ein elektronisches Dartspiel. Hier haben wir dann den Rest des Abends bis zum Abendbrot verbracht. Das Abendbrot bestand aus dem restlichen Reiseproviant der Fahrt und wir vielen alle recht geschafft aber glücklich in die Federn.


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Reisen im Namen der Kunst

Zu einer Reise in andere Länder gehört für mich nur die Landschaft oder einfach nur das Entspannen vom Arbeitsalltag. Auch die Kunst die in den unterschiedlichen Ländern hervorgebracht wurde interessiert mich. Einen guten Überblick über diverse Kunstrichtungen und Künstler liefert mir da die Website www.kunstderstun.de die über Kunst und Künstler berichtet.


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