Die wunderbaren Reisen des Reiselustigen

Schweden – Goldrausch (Sonntag) | Sep 06th 2006

Ja Leute es hat uns voll gepackt. Das Goldfieber. Laut einem Prospekt sollte in der Nähe von Vetlanda eine Goldmine sein, an der man auch das professionelle Goldwaschen erlernen und praktizieren könne. Nach dem Frühstück nichts wie rein ins Auto und los ging’s. An der Mine angekommen haben wir uns mit Helmen und Taschenlampen bewaffnet und sind in die Mine gegangen. Wie sich aber bald herausstellte war es keine Goldmine sondern eine Kupfermine. Naja war trotzdem ganz nett. Sogar die Halle des Bergkönigs haben wir besucht. Leider war der angekündigte Troll nicht in seinem Verlies und die Schatzkisten waren auch alle leer.

Fast in der Mitte der Minenanlage liegt ein großer See, der wohl über ein Labyrinth mit anderen Wasserstelen innerhalb des Minenkomplexes verbunden ist. Da würd ich gern mal tauchen.

Um aus der Mine herauszukommen konnten wir entweder den ganzen Weg zurückmarschieren oder über eine, so wie es aussah, kurze Treppe zu einem Ausgang der in den Wald führte. Also nahmen wir die Treppe. Aus der einen Treppe wurden dann zum Schluss 5 Treppen und mit jeder wurde es steiler, bis wir bei der letzten Treppe eine Steigung von fast 80% zu überwinden hatten.

Draußen angekommen war es richtiggehend warm. Erstens durchs Treppensteigen und zweitens weil es in der Mine doch recht frisch war.

Na egal. Jetzt wollten wir endlich an das Gold ran. Aber Nöööö. Derzeit war eine Gruppe Schweden anwesend die das gesamte Goldgräberlager in beschlag nahmen. Da wurde leider nichts aus dem Goldwaschen.

Also sind wir weiter nach Adelfors. Hier gab es ein richtiges Goldwäschercamp, wo man unter Fachkundiger Anleitung das Goldwaschen erlernt. So sind wir dann mit Sammelfläschen und Waschpfanne bewaffnet los und haben uns die erste Ladung Sand geholt. Diese wird dann in einem Vorwaschgang mit einem groben Sieb von den größten Steinen befreit. Danach setzt man sich an einen kleinen Bachlauf und beginnt mit dem Rütteln der Pfanne. Da Gold schwerer ist als der Sand werden durch das Rütteln in Verbindung mit Wasser die Nuggets langsam nach unten befordert. Dann schwenkt man die Goldgräberpfanne in einer bestimmten Technik unter Wasser und spült so die oberste Schicht des Sandes aus der Pfanne. So geht es immer weiter bis nur noch ein kleiner Teil ganz feinen Sandes in den Rillen der Goldwäscherpfanne hängen bleibt. Jetzt folgen das Feinwaschen und das Freischwemmen der Nuggets. Dabei schwenkt man die Pfanne so, dass das Wasser in einer Kreisform über den Sand spült. So hat man nach 10 bis 15 Minuten die ersten Nuggets. Die Nuggets, hier in Adelfors sind eher kleine Plättchen, werden dann in den Sammelfläschchen aufbewahrt.

Mein Schatz wurde letzten Endes dann noch zum Goldschatz. Sie hatte die größte Menge an Nuggets freigeschürft.


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